Silber ist Rohstoff für die Industrie und Edelmetall für Investoren gleichzeitig. So kommt es, dass Silber grundsätzlich der 19%igen Mehrwertsteuer unterliegt. Ausnahme: einige Anlagemünzen. Diese unterliegen lediglich dem ermäßigten Steuersatz von derzeit 7 %.
Der private Silberinvestor spart je nach Entscheidung ob er einen Silberbarren oder Silbermünzen kauft 12 %. Diese von der Steuer verursachte Preisdifferenz ist die Ursache für immer neuere und clevere Lösungen.
So wurden Münzbarren (Silberbarren mit einer eingeprägten Münze) und Münzstangen (quasi eine Silberstange bei der oben und unten je eine Hälfte einer Münze erscheint) entwickelt.
Der Erwerb von Kunst wird in Deutschland besteuert. Allerdings lediglich mit dem ermäßigten Steuersatz. Auf dieser Seite möchten wir unseren Lesern eine clevere und vor allen sehr schöne Möglichkeit des Silberinvestments vorstellen.
Dem interessierten Investor stehen 5 göttliche Motive zur Auswahl (Hera, Aphrodite, ab 2012: Tyche/Hekate, Athena, Artemis). Jedes Motiv wird nur 250-mal als 5 Kilogramm-Barren gegossen. Das Silber kommt von Heraeus/Umicore. Die Feinheit liegt bei 99,9 %.
Die Bestellung erfolgt direkt beim Künstler Tilmann Krumrey: www.tilmannkrumrey.com.
Beim Ausfüllen des Bestellformulars wird man gefragt, ob man den Kunstbarren patiniert haben möchte. Patiniert bedeutet, dass die Oberfläche der Schauseiten mit einer Silberbeize auf Basis von Schwefelleber (einem Kaliumsulfid Gemisch) behandelt wird. Dadurch wird das Anlaufen des Silbers gezielt gesteuert, d.h. mittels an und abtragen der Patina (= Oberflächenverfärbung) die Licht-Dunkel Verteilung auf der Oberfläche der Plastik gestaltet.
Der Effekt: die Plastik erhält noch ein Plus an Dreidimensionalität oder Plastizität.
Wer seinen Kunstbarren nicht im Tresor verschließen möchte, sondern vielleicht als wertvolles Kunstwerk zur Schau stellen möchte, dem sei die patinierte Variante empfohlen. Die künstlerische Arbeit wird durch die Patina noch sichtbarer.
Ernst nach Bestellung und Zahlungseingang wird genau für den Kunden der Kunstbarren gegossen. Deswegen ist eine gewisse Wartezeit einzuplanen. Ebenfalls für die Bearbeitung falls die patinierte Variante bestellt wurde. Anschließend erfolgt ein hochversicherter und vor allem in diskreter Verpackung durchgeführter Versand.
Die Kunstbarren aus feinstem Silber von Tilmann Krumrey sind eine ganz besondere Investition in Silber. Wer rechtzeitig bestellt, kauft Silber + Kunst knapp über dem Materialpreis. Zusätzlich zur Wertsteigerung des Rohstoffes ist eine Wertsteigerung durch den künstlerischen Aspekt sowie die strenge Limitierung wahrscheinlich.
Silber war über viele Jahre der Menschheitsgeschichte der Geldstandard, neben Gold. Heute, zu einer Zeit in der das weltweite Papiergeldexperiment (Fiat Money System) aufgrund seiner finanzmathematischen Instabilität zum wiederholten Mal in sich zusammen fällt, rückt Silber als „besseres Geld“ erneut ins Bewusstsein.
Dennoch lebte die Menschheit über sehr lange Zeiträume glücklich ohne Geld. Die Entwicklung der Tauschwirtschaft und der Münze findet erst recht spät statt. Die frühesten Münzen, die wir kennen, sind kaum 4000 Jahre alt. Ein kulturhistorischer Zusammenhang, über den die Wirtschaftswissenschaft niemals Rechenschaft gegeben hat.
Ich spreche von dem Übergang von der matriarchalen Stammeskultur der Jungsteinzeit zur hierarchisch-patriarchalen Feudalkultur des sogenannten „geschichtlichen“ Zeitalters. Die Wirtschaft der Stammeskultur basiert nämlich hauptsächlich auf der Schenkung innerhalb einer Solidargemeinschaft (Stamm oder Clan) und nicht auf dem Tausch.
Dieser Wechsel des Gesellschaftssystems ging gewaltsam vonstatten und die resultierende Gesellschaft ist bis heute vom Gefühl der Knappheit und des Mangels einerseits sowie von Gier und Habsucht andererseits bestimmt.
Verursacht oder begleitet ist der ganze Vorgang, glaubt man den Erkenntnissen von C.G. Jung über die kollektive Psyche, von dem verdrängten Archetyp der „Großen Mutter“. Die Große Mutter, ist im menschlichen Leben gleichermaßen für Geburt und Tod, für Sexualität sowie für den Wohlstand zuständig, der sich im Hervorbringen von menschlichen Erzeugnissen und im Reichtum der Natur ausdrückt. Wenn sie verdrängt ist, bedeutet dies, dass die damit verbundenen Lebensbereiche gesellschaftlich tabuisiert werden. Stattdessen wird das Verhalten der Gesellschaft von den „Schatten“ dieses Archetypen geformt: Angst, Gier, Knappheit.
„Knappheit steuert den Markt“, lautet seit Adam Smith die nicht hinterfragte Grundregel der Wirtschaftslehre. Auch Karl Marx bezweifelte dies nie. „Der Mensch ist ein Mangelwesen“ sagt der philosophische Anthropologe Arnold Gehlen, ein Wissenschaftler, der die Grundlagen des Marketings geprägt hat.
Das Sprichwort „über Geld spricht man nicht“ ist der Hinweis auf ein Tabu, das dazu geführt hat, dass die Mehrheit der Menschen auch heute noch nicht im entferntesten versteht, was Geld ist, was der Begriff der Währung umfasst oder wie unser gegenwärtiges Papiergeldsystem in sich aufgebaut ist.
Um dieses Tabu geht es in meiner Arbeit. Die Verdrängung des Archetyps der Großen Mutter soll sichtbar gemacht werden. Daher habe ich als Material das Silber gewählt, eines der beiden wichtigsten Münzmetalle. Gezielt spreche ich damit das Tabu des Geldes an.
Interessanter Exkurs: wurde das Gold im Patriarchat männlich und der Sonne zugeordnet, so gilt das Silber seither als weiblich und mit dem Mond assoziiert. Die lateinische Sprache spricht (beispielsweise im Französischen) von „Le Soleil“ und „La Lune“. Das war jedoch nicht immer so. Im Deutschen haben sich die ursprünglichen matriarchalen Zuordnungen von „die Sonne“ als weiblich lebensspendendem Prinzip und von „der Mond“ als männlich reflektierendem Spiegel erhalten.
Ihre Serie besteht aus fünf Motiven. Es handelt sich immer um weibliche Gottheiten.
Das ist der zweite wichtige Punkt meines Konzeptkunstwerks. Ich möchte mit meiner Arbeit „Fünf Göttinnen“ die gesellschaftliche Verdrängung des Archetyps der „Großen Mutter“ sichtbar machen.
Durch das Bild öffnet sich den Menschen ein nichtsprachlicher, intuitiver Zugang zu diesem Thema. Die von mir geschaffenen und in Silber geformten Bilder der „Fünf Göttinnen“ bringen dieses verdrängte Urbild zurück in das Wach-Bewusstsein der Gesellschaft. Dadurch heilen die Abspaltung und die damit verbundenen negativen gesellschaftlichen Auswirkungen. Zumindest ist es vielleicht ein kleiner Beitrag hierzu.
Es sind genau fünf Göttinnen, da es fünf Aspekte, man könnte auch sagen fünf Wirkungsweisen, der „Großen Mutter“ gibt. Um ein sprachliches Bild des Physikers David Bohm aufzugreifen: die Natur entfaltet aus der impliziten Ordnung in die explizite Ordnung, die wir als die Welt der Materie kennen. Dieser Prozess, und das ist eine künstlerisch-intuitive Einsicht, vollzieht sich über eine Kaskade von fünf Stufen. Die „Fünf Göttinnen“ sind somit Personifikationen von Naturgesetzen, die unsere materielle Welt erschaffen.
Obwohl Ihre Kunstbarren limitiert sind, verkaufen Sie die ersten Exemplare annähernd zum gleichen Preis wie einen Standardbarren eines Edelmetallherstellers. Warum?
Es ist richtig, die Kunstbarren sind gegenwärtig auf den Edelmetallpreis des Silbers bezogen. Mir geht es darum, möglichst viele Kunstbarren – als Edelmetallgeld – in den Händen von Investoren und Sammlern zu wissen.
Ich möchte in meinem künstlerischen Konzept das tatsächliche Handeln in der realen Wirtschaft abbilden. Diese von mir geschaffene Währung soll gekauft, verkauft oder gespart werden und auf jeden Fall den täglichen Marktschwankungen ausgesetzt sein.
Sobald der größte Teil der limitierten Stückzahl auf diese Weise zu den Käufern gefunden hat, werde ich die restliche Auflage nur noch über den Auktionsmarkt zugänglich machen. Ich schaffe damit einen organisierten Sekundärmarkt und kann so die Preisentwicklung auf dem Kunstmarkt dokumentieren. Neben dem Silberwert wird damit sofort die immaterielle Wertkomponente der Kunst ablesbar.
Die künstlerische Arbeit besteht für mich nicht nur in der Gestaltung eines Kunstwerks aus Silber sondern auch in einem immateriell künstlerischen Konzept, das Wert und Währung in unserer Ökonomie reflektiert. Die Börsenkurse und späteren Auktionsergebnisse sind unverzichtbarer Bestandteil des Gesamtkunstwerks.
Das heutige Geld und die heutige Kunst bestehen vollständig aus immateriellem Wert, der im Auge des Betrachters und im Glaubenssystem der Marktteilnehmer gebildet wird. Alle damit verbundenen Über- oder Untertreibungen, das Markthandeln in seiner gesamten Irrationalität – das sich als sehr realer Gegensatz zum theoretisch begründeten rationalen homo oeconomicus der Wirtschaftswissenschaften zeigt – wird so Bestandteil des Kunstwerks. Die Wirkungsweise des verdrängten Archetyps wir hierdurch anschaulich offenbart.
Ein herzliches Dankeschön an den Bildhauer Tilmann Krumrey für die Telefonate und das Ertragen der besonderen Herausforderungen, die eine Vorstellung bei Optimal-Banking so mit sich bringt.
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